• Was ist bei Airbnb zu beachten?

Was ist bei Airbnb zu beachten?

14.02.2020

Heute kann jeder mit ein paar Klicks seine Wohnung, sein Studio oder sein Maiensäss vermieten. Aber Vorsicht, das Überlassen der Mietwohnung an Online-Vermittlungsportale kommt einer Untermiete gleich.

Möchte ein Mieter heute eine Wohnung untervermieten, so muss er für jedes Untermietverhältnis die vorgängige Zustimmung des Vermieters einholen. Das geltende Recht wird dabei – insbesondere in Zeiten eines wachsenden Angebots von Onlinebuchungsplattformen – von Mietern immer wieder verletzt. Eine Nichtbeachtung des geltenden Mietrechts kann jedoch für den Mieter die Kündigung zur Folge haben.

Ferner darf der Mieter bei der Untervermietung also auch bei Airbnb keinen Gewinn erzielen. Die Gerichte gehen bei einer Vermietung einer möblierten Wohnung inklusive Internet, WLAN, TV und Nebenkosten von einem noch zulässigen Aufschlag von 20 Prozent auf der Miete des unmöblierten Hauptmietvertrages aus. Dieser Aufpreis rechtfertigt sich für Unkosten einer möblierten Wohnung.

Der Untervermieter ist auch gehalten, dafür zu sorgen, dass die Untermieter die Hausordnung einhalten. Er muss für den Vermieter erreichbar und vor Ort sein, um direkt bei seinen Untermietern intervenieren zu können.

Zudem bleibt der Mieter, der seine Wohnung über Airbnb untervermietet, gegenüber dem Hauseigentümer weiterhin der Verantwortliche und haftet im Schadenfall. Dies bedeutet beispielsweise, dass er dafür geradestehen muss, wenn der Untermieter an der Wohnung Schäden verursacht.

Schliesslich muss der Mieter, der die Wohnung untervermietet die Einnahmen in der Steuererklärung aufführen. Die Kosten dürfen dabei abgezogen werden. In vielen Gemeinden haftet er auch für nicht entrichtete Gästetaxen.

Auch wenn nur Teile einer Wohnung, beispielsweise ein Zimmer untervermietet wird, gelten diese Grundsätze.

Reto Nick, Geschäftsführer Hauseigentümerverband Graubünden